Der erbrechtliche Dauerbrenner: Nicht-verheiratet, keine Kinder und kein Testament

Nichts geregelt und jetzt das ! Neben der Trauer um den geliebten Lebenspartner kommt kurz nach dem Tod meist der nächste Schock: verstirbt der Partner einer nicht-ehelichen, kinderlosen Lebensgemeinschaft gibt es kein gesetzliches Erbrecht für den längerlebenden Lebenspartner. Um diesen abzusichern, muss rechtzeitig durch eine letztwillige Verfügung vorgesorgt werden, sonst erben die nächsten Verwandte (Eltern, Geschwister, etc.) und der überlebende Lebenspartner geht völlig leer aus. Er hat möglicherweise noch nicht einmal mehr das Recht, die im Eigentum des Verstorbenen stehende Immobilie weiter zu nutzen. (mehr …)

5 gute Gründe, ein Testament zu errichten

Immer wieder wird die berechtigte Frage an mich herangetragen, warum man überhaupt ein Testament errichten soll. Schließlich sieht doch das BGB erbrechtliche Regelungen für den Tod eines Menschen vor. Leider führt jedoch die gesetzliche Regelung nicht selten zu ungewollten, verblüffenden Ergebnissen. Will man von den gesetzlichen Regelungen abweichen, muss man eigenständig aktiv werden und ein eigenhändiges oder notarielles Testament errichten. (mehr …)

Gute Gründe für ein Testament – Teil 1: die unerwünschten Erben

„Im Gesetz ist doch für den Erbfall alles geregelt ! Oder ?“  Könnte man meinen. Allerdings führt die gesetzliche Erbfolge nicht selten zu Folgen, die dem Verstorbenen gar nicht bewusst waren. Der Nachlass kann erheblich geschmälert werden, wenn die Erben sich infolgedessen jahrelang um das Erbe streiten müssen. Es gilt im Erbrecht das Gleiche wie sonst im Leben auch: „Vorsorgen ist besser als Heilen !“ (mehr …)

Kann man seine Kinder enterben ?

In unserer Beratungspraxis tritt häufig die Frage auf, ob man unliebsame Kinder von der Erbfolge ausschließen kann. Die Antwort lautet regelmäßig „Ja und nein !“  Die rechtliche Enterbung ist möglich, allerdings verbleibt dem Kind regelmäßig eine wirtschaftliche Teilhabe am Nachlass  – nämlich in Form des Pflichtteilsanspruchs.

Die Enterbung eines Kindes ist relativ einfach zu realisieren. Der Erblasser muss lediglich ein Testament errichten, in dem jemand anderes als das Kind als Erbe eingesetzt wird. Diese Konstellation findet man regelmäßig bei dem so genannten Berliner Testament, bei dem sich die Ehegatten gegenseitig zu Alleinerben einsetzen. Wenn der erste Ehegatte stirbt, ist bei diesem Erbfall das Kind enterbt. Ist in dem Testament darüber hinaus verfügt, dass das Kind auch beim Tod des letztversterbenden Ehegatten nicht Erbe wird und auch im Übrigen nicht am Nachlass beteiligt wird, ist das Kind zum zweiten Mal enterbt.

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Wissenswertes zum Pflichtteilsrecht – Teil 2: Pflichtteilsquote und Auskunftsanspruch

Rechtsanwalt Andreas Abel, Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Steuerrecht

Rechtsanwalt Andreas Abel, Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Steuerrecht

In der 2. Folge unserer Reihe zum Pflichtteilsrecht erfahren Sie in der gebotenen Kürze Wissenswertes zur Höhe der Pflichtteilsquote und wie man als Pflichtteilsberechtigter in Erfahrung bringen kann, wie hoch der Nachlass ist, um seinen Pflichtteilsanspruch berechnen zu können.

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Wissenswertes zum Pflichtteilsrecht – Teil 1: Die Pflichtteilsberechtigten

Viele Unklarheiten ranken sich um das Pflichtteilsrecht. Wer ist pflichtteilsberechtigt ? Welche Rechte ergeben sich aus dem Pflichtteil und wie errechnet man den Pflichtteilsanspruch ? Und auf der Seite des Erblassers: Kann man den Pflichtteilsanspruch ausschließen oder wenigstens reduzieren ? Die wichtigsten Fragen rund um den Pflichtteil beantworten wir in unserer Beitragsreihe „Der Pflichtteil“. (mehr …)